Sonntag, 25. Mai 2008

Eurovision Song Contest 2008: Keiner mag uns! ; )


Also, uns stecken ja noch immer die Gürkchen und die Schnittchen vom Eurovision-Song-Contest-Buffet vor Entsetzen im Hals. Dabei fing alles so (überraschend) schön an - ein hochprofessioneller Beyonce-Klon im schwingenden Glitzerröckchen nach dem anderen, die meisten Teilnehmer konnten tatsächlich singen und das, was komisch wahr, war in den meisten Fällen auch so gemeint......nun ja, wenn man mal von der Piratengruppe aus Lettland absieht (deren Mitglieder meinem Sitznachbarn zufolge wirkten wie verkleidete Pornostars), und natürlich der Himmel/Hölle-Darbietung aus Aserbaidschan, oder dem Schlittschuhläufer (Olympiasieger Jewgeni Pluschenko) im russischen Beitrag (der auch schon wieder von Timbaland produziert worden war und tatsächlich gewann),......na schön, es gab sie immer noch, die provinzielle Bizarrheit, die den Eurovision Song Contest ja eigentlich auch ausmacht. Es kommt halt nur nicht mehr ganz so dicke wie früher - nun, wenn man das dicke Ende für Deuschland außer Acht ließe - was wir unmöglich können, denn DAS gibt nun wirklich Rätsel auf. So richtig traute man seine Augen nicht, als es von 43 Ländern nur zweimal Punkte für die No Angles gab - einmal 2 von der Schweiz und ein einmal 12 von Bulgarien, weil Bulgarien die rothaarige Lucy glücklicherweise so lieb hat. So landete Deutschland auf dem 23. Platz - zusammen mit Polen (das von einer Amerikanerin vertreten wurde) und England, die es auch jeweils nur auf 14 Punkte brachten. Objektiv sind die Ergebnisse des Gesangswettbewerbes ja nie, und auf Nachbarschaftshilfe konnte Deutschland ja auch nie groß setzen - aber wenn die Ablehnung so offensichtlich und so unfair ist, dann kann man im Eifer des Gefechtes zwischen Bowle und Käsewürfel schon mal ganz kurz darüber nachdenken, den diesjährigen Sommerurlaub von Spanien in die Schweiz zu verlegen. Denn ganz ehrlich: Lucy und Co. betreiben ihr Geschäft auch nicht erst seit gestern. Die Töne saßen, die Haare auch - die Röcke waren kurz, die Windmaschine bließ, der Song "Disappear" war bereits in einigen europäischen Ländern in den Charts - da gab es nichts zu meckern, jedenfalls nicht im Hinblick auf den Anlass und schon gar nicht im Vergleich mit weiten Teilen der Konkurrenz. Was wäre also die Strategie für das kommende Jahr in Russland? Wir finfden, man sollte die Außenseiterrolle auch mal wieder konsequent mit Außenseiter-Kühnheit spielen - vielleicht weiß Guildo Horn ja Rat. ; )

Foto: ndr

Donnerstag, 22. Mai 2008

Gegen Ja-Sager!



Was ist das Beste an der Ready-To-Wear Herbstkollektion 2008 von Viktor&Rolf? Die Verwendung, des Wortes "NO!" Denn das Neinsagen ist etwas, was viele von uns ja durchaus trainieren müssen. Zwar wollen die holländischen Designer mit dem schwarzen Siegel ironischerweise zur Schnelllebigkeit der Mode selbst "Nein" sagen - aber da hat ja jeder seine eigene Verwendung. Was für eine tolle symbolische Abnehmhilfe ist z. B. der Gürtel mit der NO!-Schalle! (ca. € 180) NO! wie in: Nein, ich will kein Stück Zitronenrolle mehr! Oder aber auch: Nein, ich kann nicht länger warten! Nein, ich leihe dir keine Kleider mehr! Nein, ich kann das nicht noch schnell miterledigen! Nein, ich finde nicht , dass Herr Schmidt das Eckbüro verdient! Übrigens auch sehr hübsch: die computerspielartige Website von Viktor&Rolf!


Fotos: style.com, viktor-rolf.com

Mittwoch, 21. Mai 2008

Och nö - Sex mit Claudia Schiffer

UND WER IST DAS? Nein, es ist kein Comeback-Versuch von Susan Stahnke, obwohl deren Strapsbildchen, deretwegen Marlene sich im Grabe drehen musste und sie ihren Job als Nachrichtensprecherin verlor, mit dem Sexappeal dieser bemühten und dann doch misslungenen Edel-Fetisch-Trikotagen-Fotostrecke von Claudia Schiffer und dem Starfotografen Testino durchaus auf einer Ebene liegen dürften. Pft - da fragt man sich: Warum tut eine Claudia Schiffer sich das an, warum muss sie denn nun auf ihre alten Tage ; ) unbedingt auch noch "dschexy" ; ) sein - denn das ist und war sie halt einfach nicht. Überhaupt enttäuschend das Ganze für DAS Modemagazin, dessen Motto ja eigentlich ist "Bevor es in Mode ist, ist es in der Vogue", denn was Mario Testino unter der Überschrift "Sex" als Co-Chefredakteur der Vogue für Juni zusammengestellt hat, ist erstaunlich variationslos und "schon-einmal-dagewesen" - und insgesamt so (model-)dünn wie die ganze Juni-Ausgabe: Acht (!) Seiten mit Catherine McNeils freier Brust vor Gaffiti. Roter Glibber auf dem Gesicht eines Models in Nahaufnahme - hätte man da doch lieber Cindy Sherman um Hilfe gebeten! Ein paar nackte Männer. Und Nadja Auermann in gestellten Schnappschüssen, die sich im Auto die Strumpfhose hochzieht - auch nicht mehr ganz frisch das Thema. Wir vermuten einfach mal: Mit Anna (Wintour) wäre das nicht passiert.

Foto: vogue.com

Dienstag, 13. Mai 2008

Skinny Bitch


Wo wir gerade beim Thema sind (siehe BODY WATCH): Anna Wintour (hier vor ein paar Tagen bei der Costume Institute Gala des Metropolitan Museum of Art in New York), bald sechzigjährig und seit 18 Jahren Prada-tragende, teuflische Chefredakteurin der US-Vogue (mit Schreibassistenten, die für den "sprachlichen" Teil ihres Jobs zuständig sind, weil sie sich selbst nicht besonders gut mit Grammatik auskennt), ist der beste Beweis, dass dünn vielleicht nicht gesund ist, aber eben doch die beste Voraussetzung, um kleidungstechnisch so richtig dick auftragen zu können - denn gepolsterte Schnecken an den Hueften können wir uns sonst nur bei einer einzigen runden Frau gut vorstellen - bei einer schillernden Hella von Sinnen (Nostagie-Alarm: Chaka-chaka!).
Foto: WENN